Der Satz, der Ihnen die Suche erspart
Der beworbene Domainpreis ist fast nie der Preis, den Sie dauerhaft zahlen. Angebotspreise für .de beginnen bei etwa 60 Cent im ersten Jahr, die Regelpreise danach liegen bei rund 5 bis 19 Euro. In einem geprüften Fall war der Verlängerungspreis das Zwanzigfache des Angebotspreises.
Wer nach der günstigsten Domain sucht, sortiert deshalb nach der falschen Spalte. Sortieren Sie nach dem Verlängerungspreis, dann ist die Liste in einer Minute abgearbeitet.
Warum der Preis kaum eine Rolle spielt
Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter im Vergleich liegen etwa zwölf Euro im Jahr, also ein Euro im Monat. Für diesen Betrag lohnt es sich nicht, zu einem Anbieter zu gehen, bei dem Sie im Problemfall niemanden erreichen.
Rechnen Sie stattdessen nach, was Sie eine gesperrte Domain kosten würde. Eine Adresse, die auf Fahrzeugen, Visitenkarten und im Google-Eintrag steht, ist mehr wert als die Ersparnis.
Die drei Punkte, die zählen
Bevor Sie bestellen, prüfen Sie diese drei Angaben in der Preisliste und in den Bedingungen:
- Verlängerungspreis ab dem zweiten Jahr, nicht der Aktionspreis
- Ob ein Umzug zu einem anderen Anbieter kostenlos und ohne Wartezeit möglich ist
- Ob Sie selbst als Inhaber eingetragen werden
Der Ein-Euro-Einstieg
Sehr niedrige Einstiegspreise sind nicht unseriös, aber sie sind eine Werbemaßnahme. Der Anbieter rechnet damit, dass Sie bleiben. Das dürfen Sie einkalkulieren: Nehmen Sie das günstige erste Jahr mit, notieren Sie sich den Verlängerungspreis im Kalender und entscheiden Sie dann neu.
Rechnen Sie sonst einfach zwei Jahre statt eines. Ein Anbieter ohne jedes Lockangebot verlangt für .com durchgehend 12,99 Euro im Jahr, über zwei Jahre also 25,98 Euro. Ein Anbieter mit 84 Cent im ersten Jahr und 26,28 Euro danach kommt auf 27,12 Euro. Das spektakulärere Angebot ist am Ende das teurere.
Unangenehm wird es nur, wenn der Aktionspreis an ein Hostingpaket mit Laufzeit gekoppelt ist. Dann kaufen Sie keine günstige Domain, sondern einen Vertrag.
Domain und Hosting beim selben Anbieter?
Bequemer ist es zusammen, unabhängiger getrennt. Wer die Domain bei einem eigenen Anbieter führt, kann den Server wechseln, ohne die Adresse anzufassen, und bleibt erreichbar, wenn beim Hoster etwas schiefgeht.
Für die meisten kleinen Betriebe ist das eine Frage der Bequemlichkeit und keine Grundsatzentscheidung. Wichtig ist nur, dass Sie die Zugangsdaten zur Domainverwaltung selbst besitzen.
Wenn der Wunschname vergeben ist
Für bereits registrierte Namen gibt es keine Preisliste, da verhandelt man mit dem Inhaber. Meistens ist die bessere Antwort ein anderer Name: Firmenname plus Ort, Firmenname plus Leistung, oder eine kürzere Schreibweise.
Für die Suche ist der Name weniger wichtig, als viele denken. Ein Suchbegriff in der Adresse bringt heute kaum noch Vorteile. Wichtiger ist, dass man den Namen am Telefon buchstabieren kann, ohne dreimal nachzufragen.
