Was in dem Preis steckt
Sie kaufen keine Domain, Sie mieten das Recht, sie zu nutzen, jeweils für ein Jahr. Ein Teil des Betrags geht an die Vergabestelle der Endung, den Rest behält der Anbieter, bei dem Sie bestellen. Deshalb liegen die Regelpreise für dieselbe Endung bei allen Anbietern in einem ähnlichen Rahmen.
Ein Vergleich von elf Anbietern ergab für .de Preise zwischen rund 5 und 17 Euro im Jahr. Enthalten sein sollten die Verwaltungsoberfläche, die Namensauflösung und ein kostenloses Sicherheitszertifikat.
Erstjahrespreis und Verlängerungspreis
Der häufigste Fehler beim Vergleich: Man liest den Preis für das erste Jahr. Diese vier Beispiele haben wir im August 2026 nebeneinandergelegt, und sie zeigen, wie groß der Sprung sein kann:
- Strato: 0,60 Euro im ersten Jahr, danach 12,00 Euro, also das Zwanzigfache
- IONOS: 0,08 Euro im Monat im Aktionszeitraum, danach 1,30 Euro im Monat, das sind 15,60 Euro im Jahr
- Hostinger: 1,18 Euro im ersten Jahr, danach 14,27 Euro
- united-domains: 5,00 Euro im ersten Jahr, danach 19,00 Euro
Womit Sie rechnen sollten
Suchen Sie in der Preisliste nach der Zeile Verlängerung oder ab dem zweiten Jahr. Diese Zahl mal zehn ist Ihre realistische Rechnung, denn eine Domain, die auf Flyern, Fahrzeugen und im Google-Eintrag steht, behalten Sie lange.
Bei 15 Euro Verlängerungspreis sind das 150 Euro über zehn Jahre. Das ist kein Betrag, über den man lange nachdenken muss. Es ist nur ein anderer Betrag als die 60 Cent aus der Werbung.
Was andere Endungen kosten
Bei .com sind die Lockangebote noch schärfer als bei .de. Zwei geprüfte Anbieter verlangen im ersten Jahr 84 Cent und ab dem zweiten 26,28 Euro, also das Einunddreißigfache.
Die Regelpreise ab dem zweiten Jahr im Überblick. Diese Werte stammen aus Vergleichsportalen und nicht von den Anbietern selbst, deshalb ist die Spanne aussagekräftiger als der einzelne Wert:
- .de: rund 5 bis 20 Euro im Jahr
- .com: rund 12 bis 26 Euro im Jahr
- .eu: rund 7 bis 30 Euro im Jahr
Die Bedingung bei .eu
Eine .eu-Adresse bekommt nur, wer eine Anschrift in einem EU-Mitgliedsstaat oder in einem Staat der Europäischen Freihandelsassoziation hat. Für einen Betrieb in Deutschland erledigt sich das von selbst. Wer von außerhalb registrieren will, braucht einen Treuhanddienst, und der kostet zusätzlich.
Was zusätzlich kosten kann
Diese Posten stehen nicht im Grundpreis und tauchen je nach Anbieter auf:
- Umzugsgebühr, wenn Sie den Anbieter wechseln
- Gebühr für den Inhaberwechsel
- Sonderendungen jenseits von .de, .com und .eu, deren Preise stark auseinandergehen
- Wiederherstellung einer abgelaufenen Domain
- E-Mail-Postfächer unter der Domain, falls nicht im Hosting enthalten
Wem die Domain gehört
Der wichtigste Punkt hat mit Geld nichts zu tun. Im Datensatz der Domain steht ein Inhaber. Da muss Ihr Name oder Ihre Firma stehen, nicht der Ihrer Agentur. Steht dort jemand anderes, ist die Adresse rechtlich nicht Ihre, und beim Wechsel brauchen Sie dessen Mitwirkung.
Bei uns läuft das umgekehrt: Wenn Sie gehen wollen, übertragen wir die Domain auf Sie oder Ihren neuen Anbieter. Fragen Sie bei jedem Anbieter danach, bevor Sie unterschreiben.
Wie viele Domains brauchen Sie
In der Regel eine. Zusätzliche Schreibweisen zu sichern lohnt sich nur, wenn Ihr Firmenname häufig falsch geschrieben wird oder wenn Sie einen bekannten Zusatz wie eine Ortsangabe absichern wollen. Zehn Domains auf Vorrat kosten jedes Jahr Geld und bringen für die Suche nichts.
