Die Tarife im Überblick
Diese Preise haben wir im August 2026 direkt auf der Anbieterseite nachgesehen, sie sind dort brutto ausgewiesen. Aktionspreise ändern sich häufig, prüfen Sie den Stand vor einer Bestellung nach.
- Gratis: 0 Euro, keine Mindestlaufzeit
- Starter: 6 Euro für sechs Monate, danach 12 Euro, Mindestlaufzeit sechs Monate
- Plus: 1 Euro für zwölf Monate, danach 18 Euro, Mindestlaufzeit zwölf Monate
- Pro: 18 Euro für sechs Monate, danach 33 Euro, Mindestlaufzeit sechs Monate
Was der Ein-Euro-Preis wirklich kostet
Der Plus-Tarif wird mit 1 Euro im Monat beworben. Rechnen wir ihn über drei Jahre durch: zwölf Monate zu 1 Euro sind 12 Euro, die folgenden 24 Monate zu 18 Euro sind 432 Euro. Zusammen 444 Euro, im Schnitt 12,33 Euro im Monat.
Das ist kein unfairer Preis für das Gebotene. Es ist nur das Zwölffache dessen, was auf dem Werbebanner steht. Wer Angebote vergleicht, sollte immer mit dem Regelpreis rechnen und die Aktionsphase als das behandeln, was sie ist: ein Rabatt am Anfang.
Baukasten oder Website erstellen lassen
Die Zahlen oben gelten für den Baukasten, bei dem Sie selbst bauen. IONOS bietet daneben an, die Website erstellen zu lassen. Zu diesem Angebot war im August 2026 beim Anbieter selbst keine aktuelle Preisliste abrufbar; ein Vergleichsportal nennt für 2026 Pakete zwischen 45 und 85 Euro im Monat. Belegt ist damit nur die Struktur: eine einmalige Einrichtungsgebühr plus eine laufende Monatsgebühr mit Aktionsphase.
Fragen Sie in diesem Fall vor der Bestellung nach vier Dingen: Einrichtungsgebühr, Regelpreis, Mindestlaufzeit, und was Änderungen nach dem Start kosten.
Was im Tarif steckt und was nicht
Enthalten sind Server, Domain, Sicherheitszertifikat und der Baukasten. Das ist ein faires Bündel und für viele kleine Vorhaben ausreichend.
Nicht enthalten ist die Arbeit. Texte, Bildauswahl, Aufbau, Rechtstexte und die Frage, warum jemand bei Ihnen anfragen soll, bleiben bei Ihnen. Wer das übersieht, vergleicht 18 Euro im Monat mit 4.900 Euro einmalig und wundert sich. Verglichen werden aber zwei verschiedene Dinge: Werkzeugmiete gegen fertige Seite.
Der Punkt, den Sie vorher klären sollten
Prüfen Sie, ob die Domain auf Ihren Namen registriert wird und ob Sie sie bei einer Kündigung mitnehmen können. Das ist bei seriösen Anbietern der Fall, wird aber selten von allein erwähnt.
Prüfen Sie außerdem, was von Ihrer Arbeit übrig bleibt, wenn Sie kündigen. Bei Baukästen ist die Antwort in der Regel: die Texte, die Sie selbst kopieren, und sonst nichts. Das ist kein Betrug, es liegt in der Natur der Sache. Man sollte es nur wissen, bevor man zwei Jahre Inhalte hineinsteckt.
Wann sich der Baukasten trotzdem lohnt
Wenn Sie nachweisen wollen, dass es Ihren Betrieb gibt, wenn Sie ohnehin über Empfehlung arbeiten, oder wenn Sie erst einmal ausprobieren wollen, ob eine Website Ihnen etwas bringt. Dafür ist ein Monatstarif genau richtig, und niemand sollte Ihnen dafür eine Agentur verkaufen.
Sobald die Website Aufträge bringen soll, kippt die Rechnung. Dann geht es um Ladezeit, eigene Seiten je Leistung und darum, dass Google Sie für die Suchbegriffe findet, die in Ihrer Region eingegeben werden. Das leistet eine Vorlage nicht.
