Nordseehelden

Glossar

Angebote von Agenturen stecken voller Fachwörter. Hier stehen sie in verständlichem Deutsch, damit Sie im Gespräch nachfragen können, wenn etwas nicht passt.

A

Above the Fold

Above the Fold ist der Bereich einer Website, den Besucher ohne Scrollen sehen. Der Begriff stammt aus dem Zeitungsdruck, wo die obere Hälfte der gefalteten Titelseite am Kiosk sichtbar war.

Auf dem Handy sind das etwa 600 Pixel Höhe. In diesen Bereich gehören drei Dinge: wer Sie sind, was Sie anbieten und wie man Sie erreicht. Alles andere kann warten.

Wir bauen den Kopfbereich deshalb nie als reines Stimmungsbild. Ein Foto ohne Aussage kostet den halben Bildschirm und beantwortet keine einzige Frage.

Webdesign

Alt-Text

Der Alt-Text ist eine kurze Beschreibung eines Bildes im Quelltext. Screenreader lesen ihn blinden Nutzern vor, Suchmaschinen verstehen darüber den Bildinhalt.

Ein guter Alt-Text beschreibt, was zu sehen ist, nicht was das Bild heißt. „Dachdecker verlegt Tonziegel auf einem Satteldach" hilft; „bild-2847.jpg" hilft niemandem.

Rein dekorative Bilder bekommen einen leeren Alt-Text. Das ist kein Versäumnis, sondern richtig: Screenreader überspringen sie dann, statt Beschreibungen vorzulesen, die den Vorlesefluss stören.

Barrierefreiheit

B

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit bedeutet, dass eine Website auch mit Screenreader, Tastatur oder bei eingeschränktem Sehvermögen bedienbar ist. Maßstab ist der Standard WCAG 2.2.

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es verpflichtet unter anderem Onlineshops, Buchungsstrecken und Bankdienste im Verbrauchergeschäft. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen.

Die Grundlagen kosten wenig und nützen allen: ausreichender Kontrast, Bedienbarkeit per Tastatur, sinnvolle Überschriftenstruktur, beschriftete Formularfelder. Das hilft auch dem Kunden mit Sonne auf dem Display.

Barrierefreiheit

Baukasten

Ein Baukasten ist ein Dienst, mit dem sich Websites aus fertigen Bausteinen zusammenklicken lassen, etwa Wix oder Jimdo. Die Seite läuft dabei auf der Plattform des Anbieters.

Für den Anfang ist das bequem. Der Preis zeigt sich später: Der Umzug zu einem anderen Anbieter bedeutet fast immer Neubau, weil sich weder Design noch Inhalte sauber exportieren lassen.

Dazu kommt die Ladezeit. Baukästen liefern viel Code mit, den die einzelne Seite nicht braucht. Auf dem Handy im Mobilfunknetz merkt man das.

Arten von Webseiten

C

Canonical

Ein Canonical ist eine Angabe im Quelltext, die Suchmaschinen sagt, welche Adresse die maßgebliche Fassung einer Seite ist. Sie verhindert, dass gleiche Inhalte unter mehreren Adressen gegeneinander antreten.

Typischer Fall: Eine Seite ist über /leistungen, /leistungen/ und /leistungen?ref=newsletter erreichbar. Ohne Canonical bewertet Google drei Seiten statt einer, und keine davon rankt so gut wie die eine könnte.

Jede Seite unserer Kundenprojekte trägt ihre eigene Angabe. Das ist Fleißarbeit beim Bauen und erspart hinterher die Suche nach unerklärlichen Rankingverlusten.

Content-Management-System

Ein Content-Management-System ist eine Software, mit der sich Texte und Bilder einer Website ohne Programmierkenntnisse ändern lassen. Bekanntestes Beispiel ist WordPress.

Die Frage ist nicht, ob ein CMS gut ist, sondern ob Sie eines brauchen. Wer zweimal im Jahr die Öffnungszeiten ändert, zahlt bei einem CMS für Pflege und Sicherheitsaktualisierungen, die er nie ausnutzt.

Wer dagegen wöchentlich Beiträge veröffentlicht oder mehrere Personen schreiben lässt, spart damit echte Zeit.

WordPressArten von Webseiten

Conversion

Eine Conversion ist eine gewünschte Handlung eines Besuchers: eine Anfrage, ein Anruf, eine Bestellung. Die Conversion-Rate gibt an, welcher Anteil der Besucher diese Handlung ausführt.

Bei Handwerks- und Dienstleistungsseiten liegt sie üblicherweise im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Von 100 Besuchern fragen zwei bis vier an, der Rest schaut und geht.

Deshalb bringt eine Verdopplung der Conversion-Rate oft mehr als eine Verdopplung der Besucherzahl, und sie ist meist billiger zu haben.

Bestehende Website verbessern

Core Web Vitals

Core Web Vitals sind drei Messwerte von Google für die Nutzererfahrung: Ladezeit des größten Elements (LCP), Reaktion auf Eingaben (INP) und Layoutstabilität (CLS). Sie fließen in das Ranking ein.

Als gut gelten ein LCP unter 2,5 Sekunden, ein INP unter 200 Millisekunden und ein CLS unter 0,1. Gemessen wird bei echten Nutzern, nicht im Labor.

Der CLS ist der Wert, den Besucher am stärksten spüren, ohne ihn zu kennen: Er misst, wie sehr Inhalte während des Ladens springen. Wer schon einmal danebengetippt hat, weil sich eine Anzeige dazwischengeschoben hat, kennt einen schlechten CLS.

Webentwicklung

D

Domain

Eine Domain ist die Adresse Ihrer Website, zum Beispiel nordseehelden.com. Sie wird jährlich gemietet, nicht gekauft, und ist unabhängig davon, wo die Seite technisch liegt.

Wichtig ist, auf wen die Domain eingetragen ist. Steht dort die Agentur statt Ihres Betriebs, gehört Ihnen Ihre Adresse nicht. Bei uns läuft jede Domain auf den Kunden.

Kürzer ist besser, und aussprechbar schlägt clever. Eine Adresse, die man am Telefon buchstabieren muss, verliert bei jeder Nennung Kunden.

Eigene Domain fürs Bestellsystem

DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung regelt europaweit den Umgang mit personenbezogenen Daten. Für Websites heißt das vor allem: Einwilligung vor nicht notwendigen Cookies, eine Datenschutzerklärung und Datensparsamkeit im Formular.

Der häufigste Fehler ist die eingebundene Schriftart von Google, die beim Aufruf die IP-Adresse überträgt. Ein Landgericht in München hat dafür 2022 Schadenersatz zugesprochen. Wir liefern Schriften deshalb immer vom eigenen Server aus.

Der zweithäufigste Fehler ist das Kontaktformular, das mehr abfragt, als es braucht. Jedes Pflichtfeld muss begründbar sein.

Rechtssichere Website

F

Favicon

Das Favicon ist das kleine Symbol im Browser-Tab und in den Lesezeichen. Es ist meist 32 mal 32 Pixel groß.

Klingt nebensächlich, ist es bei zwanzig offenen Tabs aber nicht: Das Favicon entscheidet, ob jemand Ihre Seite wiederfindet. Ein vollständiges Logo funktioniert dort selten, ein einzelner Buchstabe oder ein Bildzeichen fast immer.

Logo und Marke

G

Google Unternehmensprofil

Das Google Unternehmensprofil ist der kostenlose Eintrag eines Betriebs bei Google Maps und in der lokalen Suche. Er zeigt Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen.

Für regionale Betriebe ist er oft wichtiger als die eigene Website, weil er im Kartenbereich über den normalen Ergebnissen steht. Wer dort nicht auftaucht, existiert für die Handysuche kaum.

Drei Dinge entscheiden: vollständige Angaben, aktuelle Fotos und Bewertungen, auf die geantwortet wird. Alle drei kosten Zeit, kein Geld.

Suchmaschinen

H

Hosting

Hosting ist der Speicherplatz auf einem Server, von dem aus Ihre Website ausgeliefert wird. Der Anbieter sorgt dafür, dass sie rund um die Uhr erreichbar ist.

Beim Preis wird oft am falschen Ende gespart. Ein Server in Deutschland kostet wenige Euro mehr im Monat und erspart die Diskussion über Datenübermittlung in Drittländer.

Wichtiger als der Preis ist, wer im Ernstfall antwortet. Ein Ausfall am Freitagabend ist ärgerlich; einer, den bis Montag niemand bemerkt, kostet Aufträge.

Betreuung

I

Impressumspflicht

Geschäftsmäßige Websites müssen ein Impressum mit Anbieterkennzeichnung führen. Grundlage ist § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes, das 2024 das Telemediengesetz abgelöst hat.

Hinein gehören Name und Anschrift, eine Rufnummer oder ein anderer schneller Kontaktweg, die E-Mail-Adresse und je nach Rechtsform Register und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

Das Impressum muss von jeder Seite aus mit maximal zwei Klicks erreichbar sein. In der Fußzeile ist es das immer.

Rechtssichere Website

K

Keyword

Ein Keyword ist der Begriff, den jemand bei Google eintippt. Suchmaschinenoptimierung richtet Seiten auf solche Begriffe aus.

Wichtiger als der Begriff ist die Absicht dahinter. Wer „Dachziegel Preise" sucht, vergleicht; wer „Dachdecker Wilhelmshaven Notdienst" sucht, hat ein Loch im Dach. Dieselbe Seite kann nicht beide bedienen.

Wir richten deshalb jede Seite auf genau eine Absicht aus. Zwei Absichten auf einer Seite bedeuten meist, dass sie für beide zu schlecht ist.

Suchmaschinen

L

Ladezeit

Die Ladezeit ist die Spanne zwischen dem Aufruf einer Seite und dem Moment, in dem sie benutzbar ist. Sie zählt zu den Rankingfaktoren und entscheidet mit, ob Besucher bleiben.

Die größten Bremsen sind fast immer Bilder in Originalgröße, eingebundene Schriften von fremden Servern und Skripte, die vor dem Anzeigen laufen müssen.

Unsere Seiten laden in unter einer halben Sekunde. Das ist keine Kunst, sondern die Folge davon, nichts mitzuliefern, was die Seite nicht braucht.

Webentwicklung

Landingpage

Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einem Ziel, auf der Besucher aus Werbung oder Suche landen. Sie verzichtet meist auf ablenkende Navigation.

Der Sinn ist Ruhe. Wer aus einer Google-Anzeige für „Bad sanieren" kommt, will nichts über Ihre Firmengeschichte lesen, sondern wissen, was das kostet und wie es weitergeht.

Eine gute Landingpage beantwortet drei Fragen, bevor sie fragt: Was bekomme ich, was kostet es, was passiert als Nächstes.

Google Ads

Local SEO

Local SEO umfasst die Maßnahmen, mit denen ein Betrieb in der regionalen Suche gefunden wird. Wichtigste Bausteine sind das Google Unternehmensprofil, einheitliche Adressangaben und Standortseiten.

Einheitlich heißt wörtlich gleich. Wenn im Branchenbuch „Str." steht und auf der Website „Straße", ist das für Google nicht sicher derselbe Betrieb. Solche Abweichungen kosten Sichtbarkeit.

Standortseiten wirken nur, wenn sie etwas über den Ort sagen. Derselbe Text mit getauschtem Stadtnamen ist der schnellste Weg zu einer Abwertung.

Wo wir arbeiten

M

Meta-Description

Die Meta-Description ist der kurze Text unter dem Titel im Suchergebnis. Sie beeinflusst das Ranking nicht direkt, entscheidet aber mit über den Klick.

Google zeigt rund 155 Zeichen. Wer kürzer schreibt, verschenkt die Zeile; wer länger schreibt, wird mitten im Satz abgeschnitten.

Am besten funktioniert ein konkretes Versprechen mit Zahl: „Festpreis ab 499 €, online in drei Wochen" schlägt „Ihr Partner für professionelle Webseiten".

Suchmaschinen

O

Onepager

Ein Onepager ist eine Website, die aus einer einzigen langen Seite besteht. Die Navigation springt zu Abschnitten statt zu weiteren Seiten.

Für eine Visitenkarte mit klarem Angebot passt das. Sobald Sie aber für mehrere Leistungen gefunden werden wollen, wird es eng: Google kann eine Seite nur zu einem Hauptthema einordnen.

Faustregel: drei oder mehr Leistungen, für die Sie ranken wollen, heißt drei oder mehr Seiten.

Arten von Webseiten

R

Responsive Design

Responsive Design bedeutet, dass sich das Layout einer Website an die Bildschirmbreite anpasst. Dieselbe Seite funktioniert damit auf Handy, Tablet und Rechner.

Google bewertet ausschließlich die mobile Fassung, seit die Umstellung auf Mobile-First-Indexierung 2023 abgeschlossen wurde. Was auf dem Handy fehlt, existiert für die Suche nicht.

Bei regionalen Dienstleistern kommt die Mehrheit der Besucher vom Handy. Wir bauen deshalb zuerst für die kleine Breite und ergänzen für die große, nicht umgekehrt.

Responsive Webdesign

S

Sitemap

Eine Sitemap ist eine XML-Datei, die alle Adressen einer Website auflistet. Suchmaschinen nutzen sie, um nichts zu übersehen.

Sie ersetzt keine gute interne Verlinkung. Was nur in der Sitemap steht und sonst von keiner Seite verlinkt ist, wird von Google oft ignoriert.

In die Sitemap gehört nur, was auch indexiert werden soll. Rechtstexte stehen bei uns deshalb nicht drin.

SSL und HTTPS

SSL verschlüsselt die Verbindung zwischen Browser und Server, erkennbar am https und am Schloss in der Adresszeile. Ohne Zertifikat warnen Browser vor der Seite.

Zertifikate kosten seit Let's Encrypt nichts mehr. Wer 2026 noch ohne auskommt, hat kein Preis-, sondern ein Wartungsproblem.

Wichtig ist die Weiterleitung: Die Seite muss unter http zuverlässig auf https umleiten, sonst existieren beide Fassungen nebeneinander.

Strukturierte Daten

Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Angaben im Quelltext nach dem Standard schema.org. Sie sagen Suchmaschinen eindeutig, was auf der Seite steht: ein Betrieb, eine Leistung, ein Beitrag.

Für Google sind sie die Grundlage erweiterter Suchergebnisse, etwa der Pfadanzeige oder der Bewertungssterne. Für Antwortmaschinen wie die KI-Übersicht oder ChatGPT sind sie mehr: Dort entscheiden sie mit darüber, ob eine Quelle überhaupt zitiert wird.

Ein Preis im Fließtext ist eine Behauptung. Derselbe Preis als Angebot ausgezeichnet ist eine Angabe, die eine Maschine übernehmen kann.

Suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung (SEO) umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine Website in den unbezahlten Suchergebnissen weiter oben erscheint. Sie teilt sich in Technik, Inhalt und Verlinkung.

SEO wirkt langsam. Drei bis sechs Monate bis zu spürbaren Bewegungen sind normal, bei umkämpften Begriffen länger. Wer schnellere Zusagen macht, verkauft etwas anderes.

Die Grundlagen bringen den größten Teil: erreichbare Seiten, klare Struktur, ein Thema pro Seite, ehrliche Texte. Der Rest ist Feinschliff.

Suchmaschinen

T

Title-Tag

Der Title-Tag ist die Überschrift eines Suchergebnisses und der Text im Browser-Tab. Er ist eines der stärksten Signale dafür, worum es auf einer Seite geht.

Google schneidet bei etwa 60 bis 65 Zeichen ab. Das Hauptthema gehört deshalb nach vorn, der Firmenname ans Ende.

Jede Seite braucht einen eigenen Titel. Zwanzig Seiten mit demselben Titel sind für Google zwanzig Seiten ohne erkennbaren Unterschied.

W

Weiterleitung 301

Eine 301-Weiterleitung schickt Besucher und Suchmaschinen dauerhaft von einer alten auf eine neue Adresse. Der Großteil der aufgebauten Rankingstärke wird dabei übertragen.

Beim Relaunch ist das der Schritt, an dem am häufigsten Sichtbarkeit verloren geht. Wer alte Adressen ersatzlos abschaltet, wirft Jahre an Aufbau weg.

Deshalb gehört zu jedem Umbau eine Liste: alte Adresse, neue Adresse, geprüft. Auch für Seiten, an die niemand mehr denkt.

Bestehende Website verbessern

WordPress

WordPress ist das weltweit meistgenutzte Content-Management-System. Es ist kostenlos, wird über Plugins erweitert und läuft auf dem eigenen Hosting.

Die Stärke ist die Verbreitung: Für fast jede Anforderung gibt es eine Erweiterung, und fast jeder Dienstleister kennt sich aus.

Die Schwäche ist dieselbe. Weil so viele Seiten damit laufen, sind sie ein lohnendes Ziel. Ohne regelmäßige Aktualisierungen wird eine WordPress-Seite zum Sicherheitsproblem, nicht wenn, sondern wann.

WordPress

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