Sie selbst, mit einem Baukasten
Wix, Jimdo, Squarespace, IONOS. Sie zahlen 10 bis 40 Euro im Monat und bauen aus Vorlagen. Technisch braucht das keine Vorkenntnisse, aber Zeit: zwei bis vier Wochenenden, wenn am Ende etwas dabei herauskommen soll, das man herzeigen kann.
Sinnvoll, wenn Sie gerade anfangen, wenn das Budget knapp ist oder wenn die Seite nur belegen soll, dass es Sie gibt. Mehr dazu unter dem Punkt zum Selbstbauen weiter unten.
Ein Freiberufler
Eine Person macht Gestaltung und Umsetzung, meist für 1.500 bis 4.000 Euro. Oft der beste Gegenwert pro Euro, weil kein Overhead dazwischensteht und Sie direkt mit der Person sprechen, die baut.
Der Haken ist die Abhängigkeit von einem Menschen. Fragen Sie vor der Beauftragung: Was passiert, wenn Sie in zwei Jahren nicht mehr erreichbar sind? Bekomme ich die Dateien und die Zugänge? Wer kann übernehmen? Wer darauf keine klare Antwort gibt, ist ein Risiko.
Eine Agentur
Mehrere Leute mit verschiedenen Rollen: Gestaltung, Umsetzung, Texte, Bilder, Suchmaschinenarbeit. Übliche Spanne für einen Handwerks- oder Dienstleistungsbetrieb: 3.000 bis 15.000 Euro.
Der Aufpreis gegenüber einem Freiberufler zahlt sich dann aus, wenn Sie Inhalte nicht selbst liefern können. Texte schreiben, Fotos machen, Leistungen sortieren: Das ist der Teil, an dem die meisten Projekte hängenbleiben, und genau den nimmt eine Agentur ab.
Der Neffe, der sich damit auskennt
Kommt öfter vor, als man denkt, und geht öfter schief, als man zugibt. Nicht wegen mangelnden Könnens, sondern weil eine Website nach dem Livegang weiterläuft: Updates, Sicherheitslücken, ein neues Angebot auf die Seite bringen.
Wenn Sie diesen Weg gehen, klären Sie drei Dinge schriftlich: Auf wen laufen Domain und Server? Wer hat die Zugangsdaten? Und was passiert, wenn die Person keine Zeit mehr hat? Solange die Domain auf Ihren Namen registriert ist, verlieren Sie im schlimmsten Fall die Seite, nicht die Adresse.
Anbieter mit Mietmodell
Sie zahlen 50 bis 200 Euro im Monat und bekommen dafür eine fertige Seite, meist mit 24 oder 36 Monaten Laufzeit. Klingt günstig, weil kein großer Betrag am Anfang steht.
Rechnen Sie einmal durch: 99 Euro über 36 Monate sind 3.564 Euro, und danach gehört Ihnen nichts. Die Seite bleibt beim Anbieter, oft auch die Domain. Für manche ist das trotzdem die richtige Wahl, weil die monatliche Belastung planbar ist. Nur sollte man wissen, worauf man sich einlässt.
Woran Sie einen brauchbaren Anbieter erkennen
Unabhängig davon, für welchen Weg Sie sich entscheiden, gelten diese Punkte:
- Er fragt nach Ihrem Geschäft, bevor er über Aussehen spricht
- Er nennt einen Preis erst, nachdem der Umfang feststeht
- Domain und Server laufen auf Ihren Namen, nicht auf seinen
- Er zeigt Referenzen, die man anrufen kann
- Er verspricht keinen Platz eins bei Google
- Er sagt Ihnen, was Sie zuliefern müssen, und zwar vorher
