Was Sie wirklich brauchen
Nicht Programmierkenntnisse. Sondern das hier:
- Eine Entscheidung, was die Seite erreichen soll
- Ihre Leistungen, in Sätzen, nicht in Stichworten
- Fotos vom eigenen Betrieb, keine gekauften Stockbilder
- Ein Logo in ordentlicher Auflösung
- Impressum und Datenschutzerklärung
- 20 bis 40 Stunden, verteilt über ein paar Wochen
Wo die meisten steckenbleiben
Fast nie an der Technik. Der Baukasten funktioniert. Steckenbleiben tut man beim Text.
Vor einem leeren Feld mit der Überschrift „Über uns" zu sitzen und etwas schreiben zu sollen, das nicht klingt wie aus einer Broschüre von 1998, ist schwerer als jede Menüeinstellung. Deshalb stehen so viele halbfertige Baukastenseiten im Netz, bei denen unter drei von fünf Menüpunkten noch der Blindtext der Vorlage steht.
Ein Rat: Schreiben Sie die Texte zuerst, in einem Textdokument, bevor Sie den Baukasten überhaupt öffnen. Sonst gestalten Sie drei Abende lang Farben und haben am Ende nichts zu sagen.
Die drei häufigsten Fehler
Erstens: Kontaktdaten verstecken. Telefonnummer und Adresse gehören auf jede Seite, sichtbar, nicht nur ins Impressum.
Zweitens: Handyansicht nicht prüfen. Sechs bis acht von zehn Besuchern kommen vom Telefon. Der Baukasten zeigt Ihnen eine Vorschau, aber öffnen Sie die fertige Seite trotzdem auf Ihrem eigenen Gerät.
Drittens: Bilder aus der Google-Bildersuche verwenden. Das ist der schnellste Weg zu einer Abmahnung mit vierstelligem Betrag. Entweder eigene Fotos oder Bilder von Diensten wie Unsplash oder Pexels, deren Lizenzbedingungen Sie gelesen haben.
Wann sich der Aufwand nicht mehr lohnt
Selberbauen rechnet sich, solange Ihre Zeit günstiger ist als die Rechnung. Wenn Sie als Handwerker eine Stunde mit 60 Euro verkaufen, kosten 30 Stunden Bastelei 1.800 Euro entgangenen Umsatz. Dafür bekommt man bereits eine gebaute Seite.
Die andere Grenze ist inhaltlich: Sobald die Website Aufträge bringen soll und nicht nur belegen, dass es Sie gibt, brauchen Sie eine eigene Unterseite je Leistung, sauber gesetzte Titel und Beschreibungen, ordentliche Ladezeiten. Das leisten Baukästen nur eingeschränkt, und die Arbeit daran wird schnell zum zweiten Beruf.
Ein Mittelweg, den kaum jemand nutzt
Sie bauen die Seite selbst und lassen jemanden zwei Stunden drübersehen, bevor sie live geht. Rechtstexte, Handyansicht, Ladezeit, Titel, offensichtliche Schnitzer. Das kostet einen Bruchteil einer Neuerstellung und fängt genau die Fehler ab, die man selbst nicht sieht, weil man drei Wochen draufgeschaut hat.
