Schritt 1: Den Zweck in einen Satz fassen
Schreiben Sie auf, was ein Besucher nach dem Besuch tun soll: anrufen, ein Formular ausfüllen, vorbeikommen, ein Datum kennen. Ohne diesen Satz bauen Sie eine Seite, die alles ein bisschen macht.
Der Satz entscheidet später über jede Frage nach Aufbau und Umfang, und er erspart Ihnen die Hälfte der Arbeit.
Schritt 2: Inhalte sammeln, bevor Sie ein Konto anlegen
Das ist der Schritt, an dem die meisten Projekte hängenbleiben, auch die von Profis. Legen Sie einen Ordner an und füllen Sie ihn:
- Logo in ordentlicher Auflösung, nicht aus einer alten Signatur kopiert
- Acht bis zwölf eigene Fotos, notfalls mit dem Telefon bei Tageslicht
- Eine Liste Ihrer Leistungen, je zwei bis drei Sätze
- Anschrift, Telefonnummer, Erreichbarkeit
- Impressumsangaben und eine Datenschutzerklärung
Schritt 3: Anbieter wählen und die Seitenzahl prüfen
Für eine schlanke Informationsseite ist Jimdo Free der kürzeste Weg, für etwas Visuelles Wix Free. IONOS führt ebenfalls ein Gratis-Paket ohne Mindestlaufzeit.
Zählen Sie vorher Ihre Seiten. Jimdo Free deckelt bei fünf Unterseiten, und Impressum und Datenschutzerklärung zählen mit. Wer Start, Leistungen, Über uns, Kontakt, Impressum und Datenschutz will, ist bereits bei sechs und braucht entweder eine Zusammenlegung oder einen bezahlten Tarif.
Ein Kriterium wird meist übersehen und ist wichtiger als das Aussehen: Prüfen Sie vorher, wie Sie Ihre Inhalte später wieder herausbekommen. Bei den Baukästen ist die Antwort ernüchternd, deshalb fragen Sie beim Support nach und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben.
Schritt 4: Erst das Gerüst, dann die Gestaltung
Legen Sie alle Unterseiten leer an und bauen Sie das Menü. Erst danach befüllen. Wer Seite für Seite fertigstellt, baut den Aufbau dreimal um.
Vier bis sechs Seiten reichen für den Anfang: Start, Leistungen, Über uns, Kontakt, Impressum, Datenschutz.
Schritt 5: Texte schreiben, die jemand liest
Der häufigste Fehler auf selbstgebauten Seiten ist ein Willkommensgruß auf der Startseite. Sagen Sie stattdessen im ersten Satz, was Sie tun und wo. "Elektroinstallation für Privathaushalte in Schortens und Umgebung" ist kein schöner Satz, aber jeder Besucher und jede Suchmaschine versteht ihn sofort.
Schreiben Sie so, wie Sie am Telefon erklären würden, was Sie machen. Diktieren Sie es notfalls ins Telefon und tippen Sie es ab. Das klingt fast immer besser als der Versuch, offiziell zu formulieren.
Schritt 6: Prüfen, bevor Sie veröffentlichen
Diese sechs Punkte in dieser Reihenfolge:
- Seite auf dem eigenen Telefon ansehen, nicht nur in der Vorschau
- Kontaktformular einmal selbst absenden und prüfen, ob die Mail ankommt
- Telefonnummer antippen: Öffnet sich der Anruf?
- Impressum und Datenschutzerklärung von jeder Seite aus erreichbar?
- Fremde Schriften, Karten und Videos ohne Einwilligung eingebunden? Dann raus oder Einwilligung davorschalten
- Jemanden bitten, die Seite ohne Anleitung zu benutzen und laut zu sagen, was er sucht
Was Sie danach noch tun sollten
Legen Sie ein Google-Unternehmensprofil an und verknüpfen Sie die Seite. Für örtliche Betriebe bringt dieser Schritt kurzfristig mehr Anrufe als alles, was Sie auf der Website selbst machen können, und er kostet nichts.
